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Grundlehrgänge zum Umgang mit Treibladungspulvern zum Laden und Wiederladen von Patronenhülsen (Wiederladerlehrgänge)

Historisch betrachtet war das Wiederladen von Patronen für die früheren Schützen und Jäger eine Selbstverständlichkeit- ein Vorderladerschießen ohne den Umgang mit einzelnen Ladekomponenten war schließlich nicht möglich. Deshalb war es auch nur logisch, dass man sich sehr schnell darum bemühte, die ersten Einheitspatronen wieder zu laden. Man findet heute noch in vielen Museen beispielweise kleine Bördelgeräte zum Verschließen von Schrotpatronen sowie kleine Handpressen zum Rekalibrieren von Hülsen.

Warum Wiederladen heute?
In jüngster Zeit ist mit Sicherheit der Kostenfaktor deutlich in den Vordergrund getreten. Die ständig steigenden Rohstoffpreise haben die Kosten für Fabrikmunition regelrecht explodieren lassen. Hierzu ein Beispiel: Eine eher exklusive Großwildpatrone im Kaliber .375 Holland und Holland Magnum kostete in den neunziger Jahren, gefertigt durch einen deutschen Spitzenhersteller, etwa 6 DM. Für 3 Euro bekommt man heute vom gleichen Hersteller nur noch Jagdpatronen in Standardkalibern, wie z. B. .308 Winchester. Das Wiederladen senkt natürlich die Kosten enorm.
Der für viele Wiederlader wichtigste Grund ist aber die Möglichkeit, Patronen exakt an die jeweilige Waffe an zu passen, um somit eine unschlagbare Präzision zu erreichen. Kein Benchrestschütze, der nicht wiederlädt.
Manchmal bleibt aber auch gar nichts anderes übrig: Hat man eine Waffe, für die keine Patronen mehr hergestellt werden, muss man selbst zur Tat schreiten. Der Markt bietet Matrizensätze in einer enormen Kalibervielfalt an. Sollte das gewünschte Kaliber nicht verfügbar sein, gibt es zuverlässige Hersteller, die die benötigte Matrize einzeln herstellen.

Nebenbei bemerkt: Es gibt mittlerweile für jedermann erhältlich eine Spitzensoftware zur Berechnung innenballistischer Prozesse, die im übrigen auch von Herstellern verwendet wird- nie war es leichter, eigene Laborierungen zu entwickeln. Mit einem zusätzlichen Geschwindigkeitsmessgerät und der Software kann man dann zuverlässige außenballistische Kurven berechnen- nie standen für das Schießen auf große Distanzen bessere Hilfsmittel zur Verfügung.